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Tipp #3  Klassisches Autoradio und MP3 Player


Wer kennt das nicht. Man hat ein en Klassiker und möchte in diesem Klassiker vernünftig Musik  hören. Dies ist vor allem auf langen Fahrten und Reisen ein Bedürfnis. Die Folge ist dann oft, dass im Klassiker ein modernes Autoradio eingebaut wird. Die Funktionalität stimmt nun zwar, aber es sieht absolut nicht  wunschgemäss aus. Hier ein Bild einer solchen Situation.


Auf dem Internet konnte in EBay ein schönes altes Autoradio Baujahr 1971 ersteigern. Es handelt sich um ein Blaupunkt Frankfurt Stereo. Eines der ersten Geräte, das einen Stereo Empfänger hat. Wichtig  war auch, dass das  Radio über einen sogenannten Diodeneingang verfügt (wird heute auch mit AUX Eingang  bezeichnet). An diesem Eingang, der einen mehrpoligen DIN Stecker verwendet und normalerweise mit einer Blindkappe versehen ist, kann nämlich ein MP3 Player angeschlossen werden. Übrigens ist die Blindkappe aus weissem oder transparentem Kunststoff absolut noitwendig. Wird nicht angeschlossen, so ermöglicht erst die interne Überbrückung einen Radioempfang. Der Didodeneingang wurde früher hauptsächlich für den Anschluss von externen Kassettengeräten verwendet. Hier das Bild des Blaupunkt Frankfurt Stereo.


Auf dem Bild ist übrigens ersichtlich, dass die Plastikskala des Radio verkratzt ist. Hier lohnt es sich mit etwas Handy Display Politur, die Skala aufzufrischen. Das Polieren mit einem Wolllappen bewirkt bemerkswerte Resultate. Nach einer weiteren Reinigung von Knöpfen und Tasten sieht das Radio fast wieder aus wie neu. Es lohnt sich übrigens auch, das Radio vorher in einem Testaufbau auf korrekte Funktion zu überprüfen. Hier ein Bild, wie dies dann aussieht.



Bei der Überprüfung stellt sich oft, heraus, dass die Beleuchtung nicht mehr funktioniert. Zumindest bei Blaupunkt Radios kann die Skalabeleuchtung relativ einfach ersetzt werden. Hierzu sind die 4 Schrauben an den Ecken der Skala zu lösen und der Skala teil lässt sicht entfernen. Vorsicht ist hierbei gefordert, damit der Skalenzeiger nicht abbricht. Das Birnchen der Beleuchtung und der Stereoanzeige sitzt in der Mitte oben und rechts hinter der Skalenabdeckung. Wenn ein MP3 Player angeschlossen wird, lohnt es sicht auch diese Einrichtung vor dem Einbau zu testen. Hierzu wird ein Anschlusskabel mit Umschalter benötigt. Hier ien Bild dieses Kabels.



Der runde DIN Stecker rechts kommt in den Dioden Eingang. der linke Minijack Stecker an den MP3 Player. Hinten ist die kleine Box mit dem Umschalter ersichtlich. Dieses Kabel lässt sich für Geübte auch selber herstellen. Hier ein Link zu einer tauglichen Anleitung: Anschlussschema MP3 Kabel. Die Website in französischer Sprache enthält viel Wissenswertes über Klassik Autoradios. Wenn ein solches Kabel gekauft werden soll, so ist es zum Preis von ca. 25 Euro hier erhältlich: www.classic-car-radio.de

Nun ging es an den Einbau des Radios. Leider waren die genormten Einbauvorrichtungen nicht passend. Beim ersten Test (immer schön die Anschlüsse schriftlich dokumentieren) habe ich festgestellt, dass ich zu wenig Einbautiefe im Schacht zur Verfügung habe. Auf dem Bild ist übrigens gut der schwarze DIN Stecker zum MP3 Kabel ersichtlich.



Also musste ich zwei Montagewinkel selber herstellen. Hierfür empfehle ich eine Kiste mit diversen Metallresten. Damit kann ich solchen Fällen weitergearbeitet werden und man muss nicht zuerst im Hobbymarkt etwas Aluminium oder Stahl beschaffen. Hier ein Bild des Montagewinkels. Er erlaubt einen Einbau von 2 Achsradios bei begrenzten Platzverhältnissen und mit einer Monatge von vorne.



Und eingebaut sieht das Ganze dann so aus.




Am Schluss muss noch eine passende Blende montiert werden, was nicht immer einfach ist. Auch hier empfehle ich die Lagerhaltung von einigen Blenden. Diese bekommt man preiswert auf Oldtimer Märkten oder EBay. Das montierte Radio schliesslich ist eine Augenweide.




Und nun kann ich mit dem diskret plazierten MP3 Player meine Lieblingsmusik auf dem klassischen Autoradio hören. Hier ein Bild dazu:





Ich habe übrigens auch den Einsatz von sog. Funk Modulatoren oder UKW Minisendern geprüft. Hier störte mich die zu geringe Sendeleistung. Das hat u.A. dazu geführt, dass der Empfang immer wieder durch starke Radiostationen beeinflusst wurde. Die oben beschriebene Methode scheint mir im Moment diejenige mit dem besten optischen Erscheinungsbild. Die Kosten hierfür halten sich auch in vernünftigen Grenzen.

Viel Spass beim klassischen Autoradio Einbau wünscht Ölfuss alias Peter Aeschlimann

 


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