Iso & Bizzarrini Interest Circle Switzerland

Markengeschichte Iso Rivolta



Als Industrieller verdiente Renzo Rivolta zuerst seine Brötchen mit der Produktion von Boilern und Kühlschränken (Isothermos). Der Markenname Iso Rivolta setzt sich somit aus einem Teil des ursprünglichen Firmennamens und dem Geschlechtsnamen des Herstellers zusammen. Während des Wirtschaftsaufschwungs in den 50er Jahren, produzierte Iso zuerst Scooter und leichte Motorfahrzeuge wie den Isocarro. Kurz darauf folgte ein Produkt, das Iso über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte: die Isetta. Ein Kabinenroller, der damals eine günstige Alternative zum Automobil darstellte und exakt den Bedürfnissen des Mittelstandes entsprach. Sie wurde dann später auch von BMW in Deutschland, VELAM in Frankreich und einer weiteren Firma in England und Brasilien in grossen Stückzahlen in Lizenz gebaut.

Mit den Finanzmitteln aus diesen Lizenzen stand Renzo Rivolta 1960 vor einer grossen Entscheidung: entweder in die Stahlrohrproduktion einzusteigen oder einen, nach seinen Vorstellungen idealen Gran Turismo zu bauen. Er entschied sich für die zweite Variante und rüstete das Werk in Bresso bei Milano für die Kleinserien-Produktion von Automobilen um. So wurde 1961 der Iso Rivolta GT vorgestellt.
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Renzo Rivolta
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Darauf hin folgten weitere Modelle wie der legendäre 2-plätzige Sportwagen Iso Grifo oder die vier schnellsten Fauteils der Welt, die Limousine Iso S4 oder später Fidia genannt. 1965 musste Renzo Rivoltas Sohn, Piero die Firma nach dem unerwarteten Tod seines Vaters übernehmen und führen. Er war zu seiner Zeit der jüngste Autofabrikboss der Welt. Den Abschluss machte der Rivolta GT-Nachfolger Iso Lele, ein eleganter 2 + 2 Gran Turismo mit Fliessheck. Ein Prototyp blieb der Mittelmotorsportwagen Iso Varedo, der nach dem neuen Werk in Varedo bei Milano getauft wurde. Er sollte ein Konkurrent von De Tomaso Pantera & Co. werden. Insgesamt wurden 1669 Iso Rivolta-Fahrzeuge gebaut. Durch die Übernahme der Firma durch einen Italo-amerikanischen Financier und die Erdoelkrise machte die Firma anfangs 1975 ihre Tore zu.
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Piero Rivolta

Anfangs der 90er Jahre wurde die Rivolta Engineering Spa. gegründet. Hinter der Firma stehen Marella Rivolta, Piero Rivolta und der damalige Verkaufsdirektor Piero Sala, die beabsichtigten, einen Grifo-Nachfolger zu lancieren. Daraus entstand der Design-Protyp Iso Grifo 90. Bis heute ging er jedoch nicht in Serie. Seit der Heirat von Marella Rivolta und Andrea Zagato nimmt man an, dass in den nächsten Jahren ein produktionsfähiger Grifo-Nachfolger lanciert werden könnte.

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Markengeschichte Bizzarrini



 
1926 in der Nähe Livornos geboren, kam Giotto Bizzarrini nach dem Studium als Ingenieur von Alfa zu Ferrari, wo er massgebend bei der Entwicklung des GTO's beteiligt war. Bizzarrini spielte bei verschiedensten Herstellern eine bedeutende Rolle. So auch bei Iso. Er konstruierte für den Rivolta GT das Chassis, welches auch die Grundlage für den rennsportorientierten Iso Grifo A3/C war. Bizzarrini war schon immer ein Freund des Motorsports - nur konnte er seine Ideen kaum finanzieren. Rivolta hingegen hielt wenig vom Rennsport und wollte Autos für die Serienfertigung heranreifen lassen, nicht Einzelstücke.

Der Iso Grifo A3/C (C = Competizione) wurde 1963 auf der Messe in Turin dem Publikum vorgestellt. Währenddessen entwickelte Rivolta seinen Grifo A3/L (L = Lusso) - er wurde ebenfalls 1963 in Turin, aber auf dem Bertone Stand vorgestellt. Nach dem Grifo-Projekt trennten sich die Wege von Bizzarrini und Rivolta. Bizzarrini gründete darauf hin seine eigene Firma in Livorno.
Die Karrosserien bauten die Firmen BBM und "Sports Cars" entweder aus Aluminium oder GFK. Ende 1964 brachte Bizzarrini eine für die Strasse bestimmte Stradale-Version heraus. Die Geschäfte liefen mehr schlecht als recht. So versuchte sich Bizzarrini mit einem kleineren Modell, dem GT 1900 Europa im Jahre 1966.

  Giotto Bizzarrini

1969 kam das Aus für die kleine Firma in Livorno. Bizzarrini wurde Berater für die Industrie und verkaufte die Reste seines Unternehmens an Salvatore Diomante, seinen langjährigen Partner. Ein Jahr später keimte nochmals Hoffnung bei den ehemaligen Partnern auf: Die American Motors Company beauftragte sie mit der Konstruktion eines hochkarätigen Supersportwagens, dem AMX. Doch plötzlich wurde das gesamte Projekt gestoppt und die wenigen AMX (3 Stück) sind von der Bildfläche verschwunden. Mit dem Picchio (Specht) und anderen Rennwagen sorgte der Dottore zwischendurch für Gesprächsstoff.
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